Name Matching & Revision (Teil 1)

Auch dieses Jahr wurden im Zusammenhang mit dem Name Matching zahlreiche Fragen von Revisoren an uns weitergeleitet. Nächstes Jahr wird es nicht anders sein, weshalb wir mit einer Serie von Know How Beiträgen über Name Matching starten. In diesem ersten Beitrag charkterisieren wir das Problem des Name Matching.

Hier das wichtigste zum Problem des Name Matching:

Name Matching ist ein sogenanntes "ill-posed problem“. Das sind Probleme, die nicht eine einzige Lösung besitzen und sich nicht stetig (ohne Sprünge) ändernden Voraussetzungen anpassen. Mehr dazu unter Blogbeitrag wohformulierte Probleme

Name Matching ist mehrdimensional. Ob es sich bei zwei Namen um Varianten desselben Namens handelt, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Die wichtigsten sind Übereinstimmung einzelner Namensbestandteile (z.B. Markus und Marcus), Zuordenbarkeit der Namensbestandteile (z.B. bei Namen mit zwei bzw. drei Namensbestandteile) und phonetische Aspekte. Mehr dazu unter Blogbeitrag Phonetische Namenssuche

Beim Name Matching kann man nicht "Foifer und Weggli" gleichzeitig haben. Wenn man viele Namensvarianten berücksichtigen will, muss man auch viele falsche in Kauf nehmen. Wenn man nicht zu viele falsche Varianten wünscht, riskiert man richtige zu verpassen. Mehr dazu unter Blogbeitrag Balance beim Namensabgleich.

Datenschutzgesetz

Das Schweizer Datenschutzgesetz wurde 2020 total revidiert und ist in seiner neuen Fassung am 1. September 2023 in Kraft getreten, zusammen mit der neuen Datenschutzverordnung (DSV). Die Revision selbst ist abgeschlossen, aber die Anwendungspraxis entwickelt sich weiter. Besonders relevant ist das Thema KI: Der EDÖB hat am 8. Mai 2025 bestätigt, dass das DSG technologieneutral und direkt für alle KI-Anwendungen gilt. Praktisch heisst das u.a., dass Nutzer wissen müssen, ob sie mit KI kommunizieren (Transparenzpflicht, Art. 19), und dass eine Datenschutz-Folgenabschätzung bei hohem Risiko – etwa bei Profiling oder Gesichtserkennung – obligatorisch ist (Art. 22). Das Bundesamt für Justiz (BJ) erarbeitet bis Ende 2026 eine Vernehmlassungsvorlage zur KI-Regulierung. Damit wird die Schweiz die KI-Konvention des Europarats umsetzen.

Eurospider Information Technology AG
Winterthurerstrasse 92
8006 Zürich

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen