Besser oder anders? (Name Matching Teil 7)

Präzision ist das Verhältnis zwischen den True Positives und den Positives: Wie viele Treffer sind korrekt? Ausbeute ist das Verhältnis zwischen den True Positives mit der Summe der True Positives und False Negatives: Wieviele der Treffer, die gefunden hätten sollen, wurden tatsächlich gefunden. Diese zweidimensionale Betrachtungsweise lässt keine Schwarz/Weiss-Beurteilung zu.

Table

Wenn eine Name Matching Methode A zu tieferen Ausbeute- und Präzisionswerten als die Methode B führt, dann ist A schlechter als B. Wenn jedoch eine Methode C zu höheren Ausbeutewerten, aber tieferen Präzisionswerten als B führt, dann kommt es darauf an, ob die Ausbeute oder die Präzision wichtiger ist. In diesem Fall ist C verglichen mit B anders, aber nicht a priori schlechter oder besser.

 

Datenschutzgesetz

Das Schweizer Datenschutzgesetz wurde 2020 total revidiert und ist in seiner neuen Fassung am 1. September 2023 in Kraft getreten, zusammen mit der neuen Datenschutzverordnung (DSV). Die Revision selbst ist abgeschlossen, aber die Anwendungspraxis entwickelt sich weiter. Besonders relevant ist das Thema KI: Der EDÖB hat am 8. Mai 2025 bestätigt, dass das DSG technologieneutral und direkt für alle KI-Anwendungen gilt. Praktisch heisst das u.a., dass Nutzer wissen müssen, ob sie mit KI kommunizieren (Transparenzpflicht, Art. 19), und dass eine Datenschutz-Folgenabschätzung bei hohem Risiko – etwa bei Profiling oder Gesichtserkennung – obligatorisch ist (Art. 22). Das Bundesamt für Justiz (BJ) erarbeitet bis Ende 2026 eine Vernehmlassungsvorlage zur KI-Regulierung. Damit wird die Schweiz die KI-Konvention des Europarats umsetzen.

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