Compliance und Qualität der Stammdaten

Eine schlechte Qualität der Stammdaten erhöht die Wahrscheinlichkeit, Treffer zu verpassen. Beispielsweise können Codierungsprobleme dazu führen, dass politisch exponierte Personen (PEP) nicht erkannt werden.

 

Bankensysteme stellen Namen als 0/1-Sequenzen dar. Der Buchstabe "J" wird beispielsweise bei der ASCII-Codierung [1] wie folgt dargestellt: "01001010". Buchstabencodierungen wie ISO-8859-1 und UTF-8 unterscheiden sich, weil ASCII keine Umlaute und andere spezielle Buchstaben nicht darstellen kann. In diesen Fällen werden Umlaute oft ersetzt, beispielsweise "ä" dur "ae". Betrachten wir die Namen "John Doe" und "Jürg Näf", welche in ISO-8859-1 und UTF-8 verschieden dargestellt werden.

 

Intelligenz und compliance

 

Buchstabencodierungen wie ISO-8859-1 und UTF-8 unterscheiden sich, weil ASCII keine Umlaute und andere spezielle Buchstaben nicht darstellen kann. Betrachten wir als Beispiel den Namen "Jürg Näf", welche in ISO-8859-1 und UTF-8 verschieden dargestellt wird.

 

 

Intelligenz und compliance

 

Intelligenz und compliance

 

Die Buchstabencodierung ist relevant, wenn ein Bankensystem aus historischen Gründen Kundennamen verschieden kodiert. In diesem Fall kann "Jürg Näf" perfekt übereinstimmen. Wenn aber die UTF-8-Codierung fälschlicherweise als ISO-8859-1 angenommen wird, resultiert eine Abweichung von 44% (4 von 9 Bytes).

Möchte man Treffer mit 44% und mehr Abweichungen verifizieren, dann führt dies zu einer hohen Zahl von falschen Alarmen.

 

Datenschutzgesetz

Das Schweizer Datenschutzgesetz wurde 2020 total revidiert und ist in seiner neuen Fassung am 1. September 2023 in Kraft getreten, zusammen mit der neuen Datenschutzverordnung (DSV). Die Revision selbst ist abgeschlossen, aber die Anwendungspraxis entwickelt sich weiter. Besonders relevant ist das Thema KI: Der EDÖB hat am 8. Mai 2025 bestätigt, dass das DSG technologieneutral und direkt für alle KI-Anwendungen gilt. Praktisch heisst das u.a., dass Nutzer wissen müssen, ob sie mit KI kommunizieren (Transparenzpflicht, Art. 19), und dass eine Datenschutz-Folgenabschätzung bei hohem Risiko – etwa bei Profiling oder Gesichtserkennung – obligatorisch ist (Art. 22). Das Bundesamt für Justiz (BJ) erarbeitet bis Ende 2026 eine Vernehmlassungsvorlage zur KI-Regulierung. Damit wird die Schweiz die KI-Konvention des Europarats umsetzen.

Eurospider Information Technology AG
Winterthurerstrasse 92
8006 Zürich

 

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